Freunde des Phönix 2017

Freunde des Phönix am Beltane – Wochenende 2017

– ein Heidenspaß in Oldenbüttel

Oldenbüttel

Das Beltane Wochenende 2017 verbrachten die „Freunde des Phönix“ in der Sternschnuppe Oldenbüttel, direkt am Nord- Ostsee Kanal.

Der Phönix ist das magische Wesen des deutschen Reclaiming Witchcamps und einmal im Jahr treffen sich beim „Freundetreffen“  Freunde und Förderer dieser spirituellen Seminarwoche.

Es war ein wunderbares, entspanntes Wochenende mit viel Klönschnack und gemütlichen Abenden am Kaminfeuer. Außerdem hatten wir ein Heilungsritual, in dem jeder und jede eine Heilungsrune finden und auf den Körper aufmalen konnte, während die anderen ganz viel magische Heilungsenergie zur Verfügung stellten. Auch ein wilder Hexen – Walpurgistanz rund um das Feuer fehlte nicht.

Unsere Intention war es, die Gemeinschaft zu stärken und das ist uns an diesem Wochenende wirklich gelungen.

Peti Songcatcher

Besondere Highlights waren auch das Mitsing-Konzert von Peti Songcatcher und die Lesung von Duke Meyer aus seinem Buch „Das Lied der Eibe“.

So ein Freunde des Phönix Treffen ist eine optimale Veranstaltung für jeden, der einfach mal „Reclaiming“ oder Hexenluft schnuppern möchte. Vielleicht bist Du 2018 dabei! Den Termin geben wir hier bekannt.

Duke

 

Die Phönix – Gemeinschaft freut sich auf Dich!

 

Die 12 Schwäne

Nochmals die 12 Schwäne

von Susanne

 

Im Winter/Frühjahr 2014/2015 habe ich alle bis dahin erschienen Bücher von Starhawk noch einmal hintereinander gelesen. Beim Lesen der 12 Schwäne merkte ich, dass ich da noch Einiges tun könnte.

Erster Gedanke: Bei so einer Alten lohnt das nicht mehr.

Zweiter Gedanke: Diese Arbeit könnte meine declining years und mein passing over

erleichtern.

So begann ich vor einem Jahr mit der Arbeit und es ist Zufall, dass ich genau nach einem Jahr – vorerst – fertig bin.

Englisch und Deutsch purzeln oft durcheinander.

 

Auch diesmal gilt:

Jede Trance verläuft anders, als man sie sich vielleicht in der Vorbereitung vorgestellt hat.

Nicht alle Fragen lassen sich beantworten.

Wer allein arbeitet, braucht eine ordentliche Portion Selbstdisziplin.

Jede Arbeit braucht sorgfältige Vorbereitung.

Always approach with love and respect.

 

Asking the Old Nurse

Da ich intravenöse Spritzen als bedrohlich empfinde, wollte ich herausfinden, ob da vielleicht ein dunkler Punkt in meiner Familie ist, vielleicht im zweiten Weltkrieg.

Ich wandte mich von meinem Neumond-Platz nach Süden und sah in der Ferne, im Nebel, undeutlich, the Castle of Family Secrets. Als ich einen sanften Hügel hinanstieg,

war es kein Schloss mehr, sondern eine viereckige, normannische Burg. Flaggen wehten auf den Türmen. Das Burgtor quietschte und ich trat ein.

Innen der Anger war leicht ansteigend. Left or right? Rechts war richtig. Ich ging über eine Holztreppe auf eine Empore, von der viele Zimmertüren abgingen. Für mich war da aber nichts dabei. Am Ende der Empore kam ich zu einer Treppe, die abwärts führte.

Ganz bewusst stiegen ich die sieben Stufen hinab. Da stand ich vor einer modernen Stahltür. „You may enter.“ Ich ging hinein, da saß die Old Nurse auf einem Stuhl/Hocker.Sie hatte ein weißes Flügelhäubchen auf und war grau gekleidet. Das Gesicht konnte ich nicht genau erkennen. Die Hände lagen im Schoß. „Can you tell me, why I´m so afraid of shots?“ „I can´t.“ Pause. „You can´t or you won´t?“ Schweigen. Es kam keine Antwort mehr. Da habe ich mich bedankt, bin die Stufen wieder hinauf gegangen, habe von der Empore mal kurz auf den Anger geschaut, auf dem gerade Pferde rumgeführt wurden, bin aus der Burg heraus und den kleinen Hügel hinuntergegangen. Am Ausgangspunkt der Reise habe ich die Trance beendet und sie war auch beendet.

 

Indrinking Spell

Seit Jahren/Jahrzehnten war es mir auf Grund meiner Biographie nicht möglich, mich in einen Spiegel zu schauen oder mich fotografieren zu lassen.

Ich habe eine rote Glasschale gewählt, die noch nie „profan“ verwendet wurde, ich hatte sie immer nur bei Barbara Besser mit. Kaum hatte ich mein Gesicht in der mit rotem Saft gefüllten Schale erblickt, war die Lösung da: „Old and powerful.“

Ich stand machtvoll da in meinem roten Umhang, in der rechten Hand das Szepter der Macht, in der linken das Kurzschwert der Weisheit. In den Haaren einen Goldreif, vorn mit einem Stein. Ich versprach, Macht und Weisheit verantwortungsvoll einzusetzen.

Zur Sicherheit habe ich noch eine Karte gezogen: „Mach dich dadurch nicht einsam und isoliert.“

Seitdem kann ich mich in den Spiegel schauen und fotografieren lassen. Na bitte.

Seinerzeit im Freya-Camp hatte ich schon einmal so eine Blitzantwort.

 

 

Love bathing

Diesmal ausnahmsweise zu Vollmond. Erschien mir richtiger.

Es fing ganz gut an, die Göttin war zweigeteilt, hell/jung und alt/dunkel, aber mit dem Strömen von Liebe aus ihrem Herzen wollte es nicht so recht klappen. Ich habe Einiges versucht, doch plötzlich änderte sich das Bild total.

Aus der Donau  (ich stand am südlichen Ufer)  so in der Nähe von Tulln, erhob sich die Göttin Danu bis zur Taille aus dem Wasser. Sie trug ein hellgrün/türkises Kleid und einen ebensolchen Schleier/Kopfschmuck. Die Haut war hell und das Haar lang und blond. Mit einem sonderbar gestalteten Krug schöpfte sie Wasser (Liebe ) aus der Donau und goß es in meine zur Schale geformten Handflächen.

Angenommen, ich brauche jetzt Liebe für mich oder für Andere oder ich will ein Geschenk segnen, so brauche ich nur die Hände aufzuhalten und Danu eingießen zu lassen.

 

The wicked vow

An dem mir schon von anderen Trancen bekannten Meeresufer, dieser Bucht, lag ein Boot, halb im Wasser, auf diesem war ein Häuschen gebaut. Dort fand ich mich als Kind, meine Schwester, und schattenmäßig die Geschwister, die ich nicht hatte. Wir waren ungefähr so alt und sahen so aus wie auf dem Foto vor dem Christbaum, mit den geschnitzten Puppenstuben, die wir nicht behalten durften. Wir schauen da beide sehr ernst. Zuerst fragte ich mich selbst, was war das wicked vow, das ich niemals hätte machen dürfen.

Mein Kinderselbst stand wortlos auf, ging um den Christbaum herum und verschwand durch die Doppeltür ins Nebenzimmer und war weg. Danach fragte ich das Kind Elisabeth, was als Antwort die Lippen zusammen presste. Zurück aus dem Bild fragte ich meine Geschwisterschatten, die aber nur herumsprangen. Schließlich rief ich die „Weise Alte“, die alte Erdmutter. Sie kam und drehte mich so, dass ich aufs Meer hinausblicken musste. Auch das Ziehen von zwei Karten brachte zwar bruchstückhafte Hinweise, aber keine Klarheit. Deshalb schreibe ich hier kein Ergebnis hin. Erstmal.

 

Meeting your shadow self

Einige Vorbereitung war vonnöten, bis ich passende Situationen von früher gefunden hatte. Dann klärte sich das Bild zu zwei Situationen, in denen ich mich richtig an meiner Mutter rächen wollte, ich wollte mich extra so schlecht benehmen, dass es IHR schlecht geht.

Dann musste ich Namen und Aussehen für mein Shadow-self finden.

„I am the Knife, the Avenger.“

Lederbekleidung, wehendes Haar, funkensprühende Augen.

Ich wollte ihr vermitteln, dass sie völlig ungeeignet als Mutter war. Büßen lassen für eine lieblose Kindheit. Lange Beschäftigung damit – viel Überlegen.

Schwieriger war es dann schon, die guten Seiten meines shadow-self zu finden.  Handelt dieser Charakter so, weil er will, dass Kinder geliebt werden oder ist er einfach nur ein unglückliches Kind, das sich jahrelang um Liebe bemüht hat?

Auch diese Frage bleibt offen. Wichtig ist, dass ich mein shadow-self benennen und es erkennen konnte und direkt neben mich gestellt habe.

 

Trance to the Well of Healing

Wie schon oft befand ich mich am Eingang zu den Tiefen der Erde, aber ein Stück weiter südlich, auf dem Wiesenpfad. Es war gutes Wetter, hell und sonnig.

So machte ich mich auf den Weg nach Westen zur Well of healing. Das Hindernis, das sich mir in den Weg stellte, war eine Wand aus schwarzem Nichts.Tiefschwarzes Nichts, sehr hoch. Mit den Händen nicht zu greifen, ohne Geruch und Geschmack. Weit und breit kein Ende der Nichts-Wand und keine Helfer. Ich hob meine Augen und fand einen Stern. Dieser schickte einen Lichtstrahl, der die Wand insoweit spaltete, dass ich durchgehen konnte. Dahinter war das gleiche, sanft abschüssige Wiesenland. Der Pfad führte mich weiter durch eine abrupt geänderte Landschaft.Schroffe, dunkle Felsen, oben mit dunklen Nadelbäumen. Der Pfad war direkt in die Felswand gehauen. Eine scharfe Biegung nach rechts,dann eine halbrund nach links, dann wieder nach rechts,  dann senkte sich der Pfad in eine etwas breitere Waldstraße, so wie zur Waldbewirtschaftung. Auf einer eher unfreundlichen Lichtung fand ich die Quelle. Sie kam direkt aus dem Boden. Da war kein Gitter und keine Mauer, nur direkt in den Boden eingelassenen Steine zur Markierung. Kein Hüter, keine Hüterin der Quelle. Ich fragte also die Quelle selbst um Erlaubnis. Ich berührte das Wasser an der Oberfläche – das Gesicht einer blonden Nymphe mit wehendem Haar.

Ich berührte das Wasser tiefer unten – da waren für mich funkelnde Sterne im Wasser.

Ganz unten waren Kälte und Klarheit. Beim Wiederaufblicken sah ich drei Waldwesen – Feenwesen – hinter den Bäumen stehen.  Ich hatte meine Tasche mit und verteilte daraus als Gabe große Brocken Brot an diese. Einen Brocken legte ich als Gabe an die Quelle. Ich verweilte noch ein wenig, mit vielem Dank. Dann machte ich mich auf den Rückweg- steil, mühsam und um die Felswände herum. Als ich wieder auf Wiesengrund war, sah ich, dass sich die schwarze Nichts-Wand zu grauem Nebel verändert hatte. Der Durchgang war breiter  und ich war zurück.

 

Trance into a tarot card

Es war klar, dass ich eine Karte aus meinem Ogham-Deck nehme, nur welche? Lange konnte ich mich nicht zwischen „Reed“ und „Apple“ entscheiden und machte die Vorbereitung mit Beiden, bis mir draußen plötzlich klar wurde: „Reed“.

Zur Info: Tree: Reed, Bird: Goose, Colour: Green, Original meaning: Preservation, the written word, Keyword: The call of the Quest.

Ich habe mich sorgfältig vorbereitet, die Karte kopiert und jeweils ausgemalt und ausgestochen (letzteres hat nichts gebracht).

Die Trance lief in englisch ab. Ich trat also ins Bild ein und grüßte den Eisvogel und die Weise Gans. Dann wandte ich mich den Wasserlilien und Seerosen zu. Dann stand ich dem Ritter direkt gegenüber und fragte ihn nach seinem Namen. Es war Lord John, der Schlossherr. Ist er verbannt oder warum kniet er hier am Weiher? Er suche Ruhe und Frieden um herauszufinden, ob er dem Call of the Quest folgen solle. Er greift in seine Umhängtasche und schenkt mir ein Blatt von einem heiligen Baum. Ich verwahre es in meinem Ausschnitt.

Der Weiher ist seicht, Lord John führt mich hindurch. Auf der anderen Seite ist eine schöne Weidefläche, dann ein Erdwall, dann eine weitere Weidefläche. Der Aufstieg zum Schloss ist steil. Über uns fliegen drei Gänse, die Töchter der Weisen Gans. Die Zugbrücke ist herabgelassen und wir gehen über den Burggraben. Es geht leicht aufwärts durch einen Hof mit Kopfsteinpflaster. Über eine Holztreppe gelangen wir in einen Saal. Wir setzen uns. Ich bekomme etwas zu trinken. Mir ist kalt und da wird mir ein Hermelinmantel umgehängt. Lord John sagt, er weiß nicht, ob er gehen oder bleiben soll. Ich frage, was das für ein Call of the Quest ist. „Eine Familienfehde. Heftig.“ Ich weiß da keinen Rat. Wir rufen die Weise Gans zu Hilfe. Sie sagt, dass er bleiben soll, um nicht alles noch schlimmer zu machen. Lord John begleitet mich hinaus. Über den Burggraben und die Ziehbrücke. Er zeigt mir linker Hand die großen, goldgelben Weizenfelder. „Niemand wird hungern müssen.“

Ich gehe langsam bergab, Richtung Weiher. Ich wate hindurch und merke, dass ich immer noch den Hermelinmantel anhabe. Ich lasse ihn am Ufer zurück. Ich drehe mich um und bedanke mich bei Lord John, der Landschaft und der Weisen Gans. Mit dem Eisvogel gibt es noch einen kleinen Spaß.

Dann trete ich aus dem Bild wieder heraus.

Das war just for fun! Mach ich sicher nochmal.

 

The Crone´s three gifts

Bei der Vorbereitung fragte ich mich, ob Aura und boundaries das Selbe sind. Während des Rituals fand ich den Unterschied heraus. Aura hab ich immer, Grenzen bilde ich bewusst.

Mein place of power war heute insofern verändert, als in der Landschaft eine Art Zimmer ohne Dach stand. Vier quadratische, weiße  Wände, jeweils mit einer Tür. Die Türen im Norden und Süden sind geschlossen, die im Osten und Westen  einen Spaltbreit offen. Durch Beide fällt Sonnenlicht herein.

Ich drehe mich zur Crone um. Sie ist viel größer als ich, mit einem ruhigen, freundlichen, leicht sonnengebräunten Gesicht mit vielen Falten, ganz in einen graublauen Umhang gehüllt. „My child, I give your my first gift, your boundaries.“

Ich drehe mich zurück und sehe, dass das viereckige Zimmer nun kreisrund ist, mit ganz vielen Türen. Ich kann sie jederzeit öffnen und schließen und damit entscheiden,

wer/war meine Grenzen überschreitet.

Ich drehe mich wieder zur freundlich lächelnden Crone. Sie will mir die Geräte geben, die ich brauche, um meine Grenzen zu reparieren. Ich drehe mich wieder um und finde einen Schraubenzieher, falls die Klinken nicht mehr in Ordnung sind und ein Fläschchen Nähmaschinenöl, falls die Angeln rosten und quietschen. Als ich mich wieder zur Crone drehe, sagt sie: „Well chosen, well done!“

Jetzt bekomme ich das dritten Geschenk. „Wie kann ich die Grenzen der Anderen erkennen?“

Ich drehe mich zu meinen boundaries um, zuerst passiert nichts. Dann gehen die Wände wie eine Ziehharmonika nach unten, bis zu meinen Knien, sodass ich andere Menschen wahrnehmen kann. Genial! Als ein kleines Geschenk kann ich der Crone mein Herz anbieten. Ich bedanke mich, sage good-bye und sie verschwindet langsam.

Bewusst nehme ich noch einmal die drei Geschenke wahr. Ich bleibe noch ein  bisschen im placew of power, der wieder „normal“ ausschaut.

 

Creating a glamour

Mir war schnell klar, dass ich als glamour „Priestess of the Goddess“ haben will. In Her service. Das schützt vor inflation, gibt mir aber die Würde und den Respekt, den ich brauche. Ich möchte den glamour gerne bei Diskussionen einsetzen, in denen ich auf mich achten muss, bei größeren Forderungen jeder Art und ähnlichen Situationen.

Ich habe schon einige Zeit gebraucht, um das outfit zu finden, das zu mir passt.

Schließlich wurde es mein roter Samtumhang mit dem Kristall in der Kapuze. So sehr ich auch probierte, Schmuck oder Stab oder Stirnreif etc. hinzuzufügen, nichts fühlte sich richtig an.

Aber egal, was ich probierte, stets drängte sich Britta an meine linke Seite.

Also blieb es dabei: ganz schlicht, nur der Umhang und der Hund an meiner Seite.

Der glamour wird in der Rumpelkammer aufbewahrt und da es nur der Umhang ist, geht es bei Bedarf schnell, ihn anzulegen.

Gemerkt habe ich auch, dass ich damit sorgsam umgehen muss. Das ist kein Instrument, mit dem man Macht ausüben sollte.

 

Death Meditation The Candle

Das hat wenig Vorbereitung gebraucht, war aber dann faszinierender, als ich gedacht habe. Die Kerzenflamme hat mich sozusagen in ihren Bann gezogen.

So stark ist mir der Wechsel zwischen ruhigem Brennen und heftigem Flackern noch nie aufgefallen. Ich dachte darüber nach, dass unser Leben sich  nicht nur zeitlich (Baby, Kind, Erwachsener, Alter) ändert, sondern dass es auch unsere Eigenschaften tun, von schlecht zu gut, von gut zu schlecht, von stärker zu schwächer, von schwächer zu stärker. Das Warum ist unbekannt und auch der Zeitpunkt, wann der nächste Gestaltwandel, die nächste Veränderung, stattfindet.

Wie es im Buch heißt: Unser Leben wird von einer unbekannten Quelle gespeist und der Tod auch.

 

Death Meditation The Allies

„Imagine your moment of need“

Das war leicht. Ich stand  im Flur und betrachtete meine verletzte Hand mit dem in einem komischen Winkel abstehenden Ringfinger.

Wer kam zu meiner Hilfe, als ich rief?

Aus der Tierwelt: ein Braunbär

Aus der spirituellen Welt: die Sonne, also Lugh

Aus der Pflanzenwelt: meine eigene Ramblerrose mit den kleinen gelben Blüten.

Der Bär nahm mich wortlos in seine Arme und trug mich fort. Wohin? Vielleicht zu medizinischer Hilfe, vielleicht zu sich nach Hause. Es war schön, so wohlgeborgen zu sein.

Die Sonne (Lugh) hat mich mit Wärme umhüllt.

Die Rose wollte mich trösten, meine Seele aufhellen.

Danke an meine Verbündeten.

 

Finding a source of strength (and of courage and luck)

Ich habe mir Zeit gelassen, die Richtung zu finden, die mich am Meisten anspricht. Es war der Norden.

Ich startete also von meinem place of power, schräg rechts vorbei an der Erdspalte mit dem Erdenfeuer. Der Weg war sandig mit einigen Steinen und er führte durch eine Wiese mit vielen, kleinen, weißen Blumen.

Plötzlich lief ich auf Eisenbahnschienen, ich wurde immer schneller vorwärts gezogen durch einen kurzen, altmodischen Eisenbahntunnel. Hinter dem Tunnel bremste ich mich bewusst ab, verließ die Schienen und kraxelte mühsam den steilen Hang links von mir hinauf. Da waren viele Felsbrocken, mit Moos überwachsen. Oben auf dem Bergkamm stand eine Gemse – unbeweglich. Ich sah lange hin, um herauszufinden, ob sie vielleicht eine Quelle war. Da ich zu keiner Sicherheit gelangte, ging ich oben auf dem Kamm weiter. Es war ein schmaler Kamm und es ging leicht bergab. Ich kam an ein Holzrohr rechts von mir, das Wasser in einen Holztrog fließen ließ. Auf dem feuchten Boden standen viele Pflanzen rund herum.

Das Wasser sagte mir, es sei meine Quelle der Stärke. „I´m your source of strength“ Ich trank einen ordentlichen Schluck und entschloss mich, nochmals zur Gemse zurück zu kehren. Ich fragte sie, ob sie meine Quelle des Mutes sei. Sie schüttelte den Kopf, erlaubte mir aber, sie zu streicheln. Das Fell war warm, kräftig und kurzhaarig. Dann setzte ich meinen Weg fort und kam schließlich zu einer Hütte/einem Haus. War nicht ganz klar. Da war ein Mensch, nicht zu sehen ob alt oder jung, Mann oder Frau. Er/sie fragte mich, ob ich die Füße vielleicht hochlegen will und möchte ich vielleicht etwas zu trinken? Nein danke, ich habe gerade erst getrunken. Etwas zu essen? Ja gerne! Und dann kam ein Riesenbutterbrot. Das war das Glück! Freundlich versorgt zu sein.

 

Nach der richtigen Zeit ging ich wieder zurück, dankbar. Der Gemse habe ich noch zugewinkt und marschierte durch den Tunnel wieder zum place of power.

Eine Weile ließ ich das Geschehene nachwirken. Es dauerte eine Weile, bis ich den Kreis öffnen konnte. Als Symbol für die source of strength stelle ich seitdem ein Schüsselchen mit Wasser auf den Altar – was meine älteste Katze Sally nachts gut findet!

Am nächsten Morgen im Garten wurde mir schlagartig klar, warum sich keine source of courage gezeigt hatte – weil schon eine da ist!

„I, borage, bring always courage.“

 

Meeting an Herbal Ally

Es war klar, dass es das Bilsenkraut sein würde, dessen Blüte ich noch nie anders als „hold“ bezeichnen konnte. Schon viele Jahre bin ich damit verbunden, trotz der Schwierigkeiten, die es bei der Kultivierung gibt.

Ich rief also in deutsch und englisch alle Heilkundigen und Kräuterkundigen meiner Vorfahren in den Kreis, die sowohl aus den Weiten des jetzigen Osteuropa als auch aus Mitteleuropa und sogar von den Britischen Inseln (?????) in das große Tuch hineinspazierten. Mit dem feinen Tuch über dem Kopf erforschte ich meine Pflanze. Stängel behaart, Blätter klebrig, die Blüte wunderschön in einer Netzstruktur. Geruch konnte ich keinen feststellen. Das Bilsenkraut erlaubte mir dann den Eintritt. Innen war es warm und auch klebrig. Die Blüte ließ wie durch eine Membran das Licht hinein. Die Staubgefäße ähnelten machtvollen Trommelschlägeln.

Ich fragte die Bilse nach ihrer Geschichte und sie führte mich in ferne Zeiten an eine Hecke, die Häuser aus Flechtwerk, unten gemauert, umzäunte. Ich fragte, wozu sie

gebraucht wurde/wird. Sie wurde in Milch und Wein gelegt, um diese haltbarer zu machen und man legte sie auch Kranken auf die Brust, direkt auf das Brustbein.

„Hast du eine Botschaft für mich?“ The plant´s spirit führte mich von der Siedlung weg in einen Wald bis hin zu einer Lichtung, auf der viele Heilkräuter und Heilblumen standen. „It´s all yours!“

Ich bedankte mich und nahm noch einmal die reale Pflanze in meine Hände. Da musste ich die Worte sprechen. „Henbane, the plant, I bond to you.“ Es war leicht, aus der Bilse herauszugleiten und zurückzukehren.

Die Bilse beließ ich auf dem Altar.

 

 

Work done!! (for the time being)