Camp-Leben

Regeln für das Leben im Camp

Achtsamkeit

Egal wie offen oder zurückhaltend Du bist, das ständige Zusammensein und -arbeiten ist anstrengend. Wenn Du Dich also erschöpft oder überfordert fühlst oder einfach mal Zeit und Ruhe für Dich selber brauchst, nimm Dir diese Zeit!

Achte darauf. was Du und Dein Körper brauchen. Auch wenn das bedeutet, einen Workshop, Ritual oder Pfad ausfallen lassen zu müssen.

Wir bitten Dich allerdings einer Person Deines Vertrauens Bescheid zu sagen, dass Du eine „Auszeit“ nimmst, damit sich niemand Sorgen um Dich macht. Bitte informiere – oder lass informieren – eine Person des Teams.

Erdung

Fühlst Du Dich nervös, unruhig nach einem intensiven Ritual? Das kann überschüssige Energie sein, die Du während des Rituals aufgenommen hast. Dann leg Deine Hände, Stirn oder Deinen ganzen Körper auf die Erde und stelle Dir vor, dass diese Energie aus Dir in die Erde zurückströmt!

Reicht oder hilft das nicht, dann iss etwas z.B. Schokolade, Kekse, Käse, hartgekochte Eier oder ähnliches. Das bringt die Energie auch sehr gut auf ein erträgliches Maß herunter. Den ganzen Tag gibt es immer irgendetwas davon in der Küche. (Oder mache Dir während der Mahlzeiten einen Snack für solche Fälle zurecht.)

Bist Du immer noch nicht ruhiger, dann dusche lange, um die Energie zur Erde zurück fließen zu lassen oder bitte jemanden Deine Aura auszubürsten.

Wenn Du mehr Hilfe brauchst, wende Dich an eine*n der Lehrer*innen!

Auch bei anderen Sorgen und Nöten kannst Du Dich das Orga-Team oder eine*n Lehrer*in wenden.

Akzeptanz

Im Phoenixcamp arbeiten wir in und an der Gemeinschaft. Wir gehören der internationalen Reclaiming-Gemeinschaft an und feiern unsere Rituale in der Reclaiming-Tradition. Wir arbeiten gemeinsam die Woche über und erschaffen gemeinsam Heiligen Raum.

Wir bitten Dich um Hilfe diesen Raum mit Liebe, Wahrheit, Respekt, Verständnis und Toleranz zu füllen und zu stärken. Das Phoenixcamp steigt empor, hegt, umarmt, lebt, feiert und nimmt die Unterschiedlichkeiten (ohne Wertung) an.

Du wirst Menschen unterschiedlichen Alters, Herkunft, spiritueller Tradition, Gendergraphie und Lebenseinstellung treffen, die sich vielleicht von Deiner sehr unterscheiden.

Vertrauen und Sicherheit

Für das Camp gelten die Regeln des heiligen Raumes, der für die Teilnehmer*innen geborgen und sicher sein soll.

Hier sind wir frei unser authentisches Selbst zu leben, zu entdecken, zu feiern und das Mysterium des Lebens zu verstehen. Manchmal ändern tiefgreifende Erlebnisse in dieser Woche unser Leben und lassen uns in einer Art handeln, die andere nicht verstehen können. Aber wir versuchen immer das Recht auf Entwicklung im Leben eines Jeden zu akzeptieren und zu respektieren.

Deshalb bitten wir Dich folgendes unbedingt zu respektieren: Gib keine Namen, Adressen, Fotos von Teilnehmer*innen an Nichtteilnehmer*innen weiter! Es sei denn, die betreffende Person hat es ausdrücklich erlaubt!

Sprich nicht im Detail über Erlebnisse einer*s Teilnehmer*in, die zu einer ungewollten Identifizierung außerhalb des Camps führen kann. Es gibt Teilnehmer*innen, die nicht wollen, dass ihre Teilnahme am Camp bekannt wird, da es in ihrem Privatleben zu Problemen führen könnte.

Sprich über Erlebnisse als Deine und hilf uns eine Atmosphäre des Vertrauens in unserer Gemeinschaft zu bilden.